EU-POP
28. Juni 2022| Verfasst von GreenSoft Technology, Inc.
Vorschläge für die Aufnahme neuer Stoffe in die EU-POP-Verordnung
Vorläufige Einigung über die Aufnahme von sechs Stoffgruppen in die Liste der beschränkten Stoffe im Rahmen der EU-POP-Verordnung erzielt
Am 21. Junihat der Europäische Rat und das Europäische Parlament eine vorläufige Einigung darüber erzielt, die EU-Verordnung über persistente organische Schadstoffe (POP)aufzunehmen.
Die vorgeschlagene Verordnung zielt darauf ab, die Rechtsvorschriften der EU mit ihren internationalen Verpflichtungen in Einklang zu bringen, insbesondere im Rahmen des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe.
Um dies zu erreichen, werden einige Stoffe in Anhang IV der POP-Verordnung (Verordnung (EU) 2019/1021 über persistente organische Schadstoffe) auf und wird die Konzentrationsgrenzwerte für einige Stoffe in den Anhängen IV und V dieser Verordnung aktualisieren.
Der Vorschlag betrifft im Wesentlichen die folgenden Stoffe:
- Perfluoroctansäure (PFOA) sowie deren Salze und verwandte Verbindungen – enthalten in wasserabweisenden Textilien und Feuerlöschschäumen
- Polybromierte Diphenylether (PBDE) – Flammschutzmittel, die in Kunststoffen und Textilien enthalten sind, die in Elektro- und Elektronikgeräten, Fahrzeugen und Möbeln verwendet werden;
- Hexabromcyclododecan (HBCDD) – ein Flammschutzmittel, das in bestimmten Kunststoff- und Textilabfällen vorkommt, insbesondere in Polystyrol-Dämmstoffen aus dem Abbruch von Gebäuden;
- Kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCPs) – Flammschutzmittel, die in bestimmten Gummi- und Kunststoffabfällen vorkommen, beispielsweise in Gummiförderbändern, Schläuchen, Kabeln und Dichtungen;
- Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane (PCDD/Fs) – diese Stoffe werden nicht absichtlich hergestellt oder Materialien zugesetzt, sondern sind als Verunreinigungen in bestimmten Aschen und anderen Industrieabfällen enthalten;
- Dioxinähnliche PCB – ähnlich wie Dioxine können diese PCB als Verunreinigungen in bestimmten Aschen und Industrieölen vorkommen. Für diese spezifischen PCB werden ebenso wie für Dioxine Grenzwerte vorgeschlagen.
Die vereinbarte Vereinbarung wird nun dem Ausschuss der Ständigen Vertreter zur Billigung vorgelegt, woraufhin ein formelles Verabschiedungsverfahren eingeleitet wird.
Eine Pressemitteilung zu dieser Ankündigung finden Sie hier.



